Hexenkraut und Zaubertrank

Hexenkraut und Zaubertrank

macht die Pharmalobby krank.

Entfernt ist fortan diese Pein.

Artemis lässt uns nicht allein.

Gepriesen sei der Übergang.


Artemisia heißt die der Göttin Artemis geweihte Pflanze, die in mehreren Variationen vorkommt und schon im Mittelalter den Menschen half, mit allerlei Leiden fertig zu werden.

Artemis ist die griechische Göttin der Jagd und die ihr geweihte Pflanze ist offenbar in der Lage, die Krankheitsdämonen zu jagen und den Garaus zu machen.



Artemisia vulgaris, auch unter dem Namen Beifuß bekannt, hat ähnliche Eigenschaften wie Wermut. Bevorzugt nutzt man diese Artemisia-Sorte jedoch zum Räuchern (Erntezeit Oktober – November). Beifuß ist eine Schutz-, Heil- und Zauberpflanze. Sie stärkt das Weibliche, die Intuition und fördert das luzide Träumen (siehe ‚Buch der Schatten‘).

Man findet sie überall am Wegesrand, selbst in der Stadt als Unkraut. Allerdings würde ich sie in der Stadt nicht ernten, da man nie weiß wie viele Hunde bereits ihre Duftmarke hinterlassen haben.

Artemisia abrotanum, auch Eberraute genannt, wurden wundersame Eigenschaften zugesprochen. Sie diente im Mittelalter als Mittel gegen die Pest und als Haarwuchstonikum bei Glatze.

Ihre getrockneten Zweige im Kleiderschrank hält Motten fern. Duftende Eberrauteblätter im Gemüsebeet verstreut, hält Raupen fern.

Artemisia absinthium, auch als Wermut bekannt, hilft, als Tee getrunken, bei Grippe und Erkältung sowie bei Magen- und Darmbeschwerden.

(1-2 TL Wermutkraut mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Min. ziehen lassen und nach dem Essen ungesüßt trinken. Achtung: ziemlich bitter. Gegen die Bitterkeit zur Hälfte Pfefferminzblätter beim Aufgießen untermischen.)

Artemisia dracunculus, auch Estragon genannt, ist besonders in der Küche zum Würzen der Speisen beliebt. Man gibt ihn vorsichtig dosiert zu Salaten, Soßen, Suppen sowie Geflügel- und Fischgerichten.

Die Sorte Artemisia annua ist eine einjährige Beifußpflanze (Sammelzeit Juni bis August), die wahre Zauberkräfte enthält. Sie stärkt das Immunsystem und kann in Kombination mit Moringa sogar gegen Krebs helfen.


Für eine Urtinktur nehmen wir ca. 130g frisches Kraut (oder für eine Tinktur 35g getrocknetes Kraut) der Artemisia und ¼ l hochprozentigen Alkohol. Das zerkleinerte frische Kraut wird in ein passendes sauberes Schraubglas gelegt und der Alkohol darüber gegossen. Alles umrühren, verschließen und an einen ruhigen kühlen Platz stellen. Täglich schütteln. Nach ca. 7-10 Tagen sollten die Wirkstoffe der Pflanze in den Alkohol übergegangen sein. Den Inhalt des Glases durch einen Kaffefilter in einen Braun- oder Grünglasbehälter laufen lassen, dabei die Pflanzenreste gut auspressen. Behälter verschließen und mit Inhalt und Datum beschriften. Die Tinktur kühl und dunkel in einem Schrank lagern, sie hält sich mindestens 3 Jahre, wenn nicht sogar länger.


Erwachsene (Kinder nehmen die Hälfte der Dosis) können 3 x täglich 10 bis 20 Tropfen Artemisia annua zur Unterstützung des Immunsystems in den warmen Tee oder Wasser träufeln oder auf ein Stück Würfelzucker geben und einnehmen. Von Oktober bis März regelmäßig eingenommen, dürfte die Artemisia annua Tinktur jegliche Grippe verscheuchen helfen (auch die derzeit gehypte C-Grippe).

Die Wermut Tinktur hilft bei Kreislaufstörungen und insgesamt schwacher Konstitution.

Eine Estragon Tinktur fördert und unterstützt die Tätigkeit der Nieren.

Die Tinktur der Eberraute kann man bei Haarwuchsproblemen einmal äußerlich angewandt ausprobieren. Einfach in die Kopfhaut einmassieren.


Bei der Herstellung der Tinktur konzentriere dich auf die Pflanze, sage ihr wobei sie dir helfen soll und danke der Göttin Artemis für ihren Beistand. Eventuell kreiere einen Spruch, der deine Absicht und den Dank an die Göttin enthält und sich außerdem noch reimt.

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